Liebe Kollegen!
Vor kurzem wurde mir meine Zwischenbeurteilung eröffnet. Die Rektorin meinte, ich sollte mich noch etwas „strecken“, um bei der nächsten Beurteilung „UE“ zu bekommen. An sich arbeite ich schon seit langer Zeit nicht mehr für eine in meinen Augen nicht ganz ernst zu nehmende Beurteilung und habe wenig Interesse, irgendwelche Show-Elemente in meinen Unterricht einzubauen. Deshalb meine Frage: Was bringt eine bessere Beurteilungsstufe konkret?
- Wirkt sich das irgendwann nennenswert auf dem Gehaltszettel aus?
- Wie sieht's denn aus mit Beförderungen in A11?
- Wird die Beurteilung auch angeschaut, wenn man sich an eine Realschule bewirbt?
Meine "Eckdaten": Alter 41 Jahre, Besoldungsdienstalter 1992, letzte Beurteilung 2006 Stufe 4 (EN)
Ich bin für alle Infos dankbar und hoffe, dass dieses Thema auch für andere interessant ist.
Grüße, weiterhin schöne Ferien!
Was bringt eine bessere Beurteilung?
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dennisk
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Borcas
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Auf den Gehaltszettel wirkt sich natürlich in erster Linie die Beförderung in A11 aus.
Und die Beförderung nach A11 hängt in erster Linie von der Beurteilung ab. Je besser die Beurteilungsstufe, desto früher kann man in A11 aufsteigen. Die Beförderungswartezeiten verkürzen sich also. D. h. eine bessere Stufe und ich kann beispielsweise 5 Jahre früher A11 werden.
Ich betone das "kann" deshalb so sehr, da die passende Beurteilung + abgeleistete Wartezeit nur der Einstieg in den Anspruch auf A11 sind. Als nächstes muss dann noch eine Planstelle vorhanden sein.
Also: Eine bessere Beurteilung KANN helfen, MUSS aber nicht. (Wobei meine letzte Info war, dass eine Beförderung in A11 mit Beurteilungsstufe EN nicht möglich ist. Du solltest also schon versuchen, mindestens auf UB zu kommen, um dir die Beförderung nach A11 überhaupt einmal zu eröffnen.
Und die Beförderung nach A11 hängt in erster Linie von der Beurteilung ab. Je besser die Beurteilungsstufe, desto früher kann man in A11 aufsteigen. Die Beförderungswartezeiten verkürzen sich also. D. h. eine bessere Stufe und ich kann beispielsweise 5 Jahre früher A11 werden.
Ich betone das "kann" deshalb so sehr, da die passende Beurteilung + abgeleistete Wartezeit nur der Einstieg in den Anspruch auf A11 sind. Als nächstes muss dann noch eine Planstelle vorhanden sein.
Also: Eine bessere Beurteilung KANN helfen, MUSS aber nicht. (Wobei meine letzte Info war, dass eine Beförderung in A11 mit Beurteilungsstufe EN nicht möglich ist. Du solltest also schon versuchen, mindestens auf UB zu kommen, um dir die Beförderung nach A11 überhaupt einmal zu eröffnen.
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Hey, vielen Dank für die ausführliche Antwort, Bernhard!
Aber wie ist denn das nun, eine Funktionsstelle wäre beispielsweise Fachberater oder ähnliches, das ist mit einer Planstelle für A11 aber doch nicht gemeint. Es muss doch irgendwie nachvollziehbare Fakten geben, wer wann und warum A11 kriegt. Wie viel Prozent der FL sind das denn etwa? Wer entscheidet da eigentlich darüber?
Habe ich nur die geringfügige Chance, vom 63. bis 67. Lebensjahr vielleicht eventuell und mit viel Glück in A11 zu kommen, so ist mir das als Perspektive einfach zu mickrig. Dann muss ich mir Erfolgserlebnisse und ein Zubrot im außerschulischen Bereich holen.
Tut man sich als Fachlehrer an einer Realschule eigentlich leichter, in A11 zu kommen?
Sorry, dass ich da so drauf rumreite, aber es ist doch fast peinlich, wenn man auf die mitleidsvolle Frage, ob denn als Fachlehrer nicht doch noch irgendwas möglich ist, antworten muss: Ich weiß es nicht und die anderen Fachlehrer wissen's auch nicht.
Jetzt erst mal einen guten Rutsch!
Aber wie ist denn das nun, eine Funktionsstelle wäre beispielsweise Fachberater oder ähnliches, das ist mit einer Planstelle für A11 aber doch nicht gemeint. Es muss doch irgendwie nachvollziehbare Fakten geben, wer wann und warum A11 kriegt. Wie viel Prozent der FL sind das denn etwa? Wer entscheidet da eigentlich darüber?
Habe ich nur die geringfügige Chance, vom 63. bis 67. Lebensjahr vielleicht eventuell und mit viel Glück in A11 zu kommen, so ist mir das als Perspektive einfach zu mickrig. Dann muss ich mir Erfolgserlebnisse und ein Zubrot im außerschulischen Bereich holen.
Tut man sich als Fachlehrer an einer Realschule eigentlich leichter, in A11 zu kommen?
Sorry, dass ich da so drauf rumreite, aber es ist doch fast peinlich, wenn man auf die mitleidsvolle Frage, ob denn als Fachlehrer nicht doch noch irgendwas möglich ist, antworten muss: Ich weiß es nicht und die anderen Fachlehrer wissen's auch nicht.
Jetzt erst mal einen guten Rutsch!
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Borcas
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Hi,
also zum Ersten, mein Name ist Carsten. *lach*
Zum Zweiten: Eine Funktionsstelle wie Fachberater, etc. ist natürlich etwas ganz anderes als eine Planstelle. Funktionsstellen sind Zusatzaufgaben, die dem Lehrer von seinem Dienstherrn übertragen werden. Fachberater beispielsweise bekommen dabei auch eine zusätzliche Vergütung. Diese hat aber nichts mit A11 zu tun, sondern es handelt sich sozusagen um eine Aufwandsentschädigung. Habe ich das richtig in Erinnerung, waren das bei mir 100,00 € mehr im Monat.
Planstelle bedeutet, dass im Haushalt der bayerischen Regierung soundsoviele Stellen für A11 vorhanden sind. Die Zahl ist festgelegt und wird im Rahmen der Haushaltsverhandlungen alle zwei Jahre neu diskutiert, so dass ab und an mal die eine oder andere Stelle dazukommt, je nachdem, was sich unser Staat leisten kann oder will. Die Stellen A11 sind relativ gleichmäßig über Bayern verteilt. Das heißt, selbst wenn du alle Voraussetzungen für A11 erfüllst, zur Zeit aber in deinem Regierungs-/Schulamtsbezirk keine Kollgen mit A11 in Pension gehen und auch sonst auf keine Weise eine Stelle frei wird, ist das einfach Pech und du kannst nicht in A11 aufrücken. So kann es passieren, dass Kollegen, die in einem günstigeren Dienstjahr ihren Dienst angetreten haben, relativ schnell in A11 kommen, sobald sie die Voraussetzungen erfüllt haben, andere, die kurze Zeit später fertig werden, relativ lange warten müssen, bis beispielsweise wieder eine Pensionierungswelle ansteht, etc. Allein wegen dieser Tatsache ist es sehr schwierig zu sagen, ein Fachlehrer kommt nach 10, 15, 20 Jahren in A11.
Weiterhin hängt die Beförderung aber eben auch von der eigenen Leistung ab. Unter anderem von
- der Güte des Unterrichts
- der Erfüllung sonstiger dienstlicher Belange
- der Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums
- der Bereitschaft zur Übernahme außerschulischer Aufgaben innerhalb der Schule
- der Güte der Durchführung o. g. Aufgaben
- der Bereitschaft zur Übernahme von zusätzlichen Dienstaufgaben (Fachberater, SysAdmin, etc.)
- der Fortbildungsbereitschaft
- dem Angagement in der Weiterbildung von Kollegen (Fortbildungen halten, Studenten betreuen, etc.)
- und, und, und ...
Alle diese Faktoren spiegeln sich in der Beurteilung wider (oder sollten sich dort widerspiegeln). Zu diesem Zweck gibt es diese Form der Leistungsmessung, da unsere eigentliche Leistung, die Vermittlung von Wissen an unsere Schüler, leider keine messbare ist. Zu sagen: "Der hat die besseren Schüler, der kriegt mehr Geld" ist leider nicht machbar, da er in den Kollegen sicherlich zuerst den Ehrgeiz wecken würde, einen Weg zu finden, seine Schüler besser zu machen, als einen, sie besser zu unterrichten. Und wer an sich die schlechteren Schüler hat (soziale Faktoren, etc.) hätte dann eh die ... gezogen.
Um eine Abschließende Bemerkung zu deinen ersten Fragen zu machen: Nein, es ist nicht genau festgelegt, wann jemand in A11 kommt. Weil dies von viel zu vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und es deshalb keine Möglichkeiten gibt, eine solche Zahl zu nennen. Festgelegt ist, welche Beurteilungsstufe du benötigst, um ÜBERHAUPT in A11 zu kommen (mind. UB) und welche Wartezeiten du mit UB oder BG MINDESTENS einhalten musst. Alles andere ist diversen wechselnden Faktoren unterworfen, die sich von Jahr zu Jahr ändern können, da die äußeren Umstände sich ändern. Wenn ich dir jetzt schreibe, na nach 20 Jahren etwa solltest du schon mal in A11 sein, dann schreit links einer: "Bin schon 25 Jahre im Dienst und kein A11" und rechts kommt jemand, der ruft: "Ha! Bin schon nach 12 Jahren in A11 gekommen!" Deine Frage ist also devinitiv nicht zu beantworten.
Wie viel Prozent der Fachlehrer A11 sind, kann ich dir nicht sagen, da ich die Zahlen nicht vorliegen habe. Aber die Stellen A11 sind, wie o. gesagt eine festgelegte Anzahl. Da sitzt keiner im KuMi und würfelt aus, wie viele Stellen er dieses Jahr vergeben will, sondern das Finanzministerium gibt dies genau vor.
Ja, an einer Realschule ist es etwas leichter, da dort das Verhältnis von Planstellen A11 zu Fachlehrern etwas besser ist. D. h. prozentual gibt es dort einen höheren A11-Anteil. Allerdings ist es auch dort nicht so, dass jeder, der die Anforderungen erfüllt hat, sofort A11 wird. Auch dort gibt es Wartezeiten, die sich zwar von unseren unterscheiden, aber nicht so stark, dass DIES für mich ein Grund wäre, die Schulart zu wechseln. Der Hintergrund, sich komplett neu einzuarbeiten und mit all seinen Unterrichtsunterlagen von vorne zu beginnen, sollte dabei bedacht werden. Mit Sicherheit brauche ich mehr Jahre, um meinen Fundus an Unterlagen für eine RS wieder auf denselben Stand zu bringen, als ich hier brauche, um in A11 zu kommen. Da würde ich persönlich wirklich lieber nebenbei VHS-Kurse etc. geben, wenn es tatsächlich nur ums Geld geht.
Und abschließend noch ein Wort zum Thema "Besoldung" im Allgemeinen.
Ich hoffe, du machst deine Anstrengungen, guten Unterricht zu halten, nicht nur davon abhängig, inwiefern es sich für dich finanziell lohnt. Guten Unterricht sollten wir schließlich halten, damit es sich für die SCHÜLER lohnt. Dies bedeutet nicht, Showelemente einzubauen. Auf die verzichte ich seit Jahren. Aber lass' dich nicht von der Tatsache frustrieren, dass du "noch" A10 bist. Wir machen den Job zwar auch für Geld, aber nicht nur dafür, gell?
also zum Ersten, mein Name ist Carsten. *lach*
Zum Zweiten: Eine Funktionsstelle wie Fachberater, etc. ist natürlich etwas ganz anderes als eine Planstelle. Funktionsstellen sind Zusatzaufgaben, die dem Lehrer von seinem Dienstherrn übertragen werden. Fachberater beispielsweise bekommen dabei auch eine zusätzliche Vergütung. Diese hat aber nichts mit A11 zu tun, sondern es handelt sich sozusagen um eine Aufwandsentschädigung. Habe ich das richtig in Erinnerung, waren das bei mir 100,00 € mehr im Monat.
Planstelle bedeutet, dass im Haushalt der bayerischen Regierung soundsoviele Stellen für A11 vorhanden sind. Die Zahl ist festgelegt und wird im Rahmen der Haushaltsverhandlungen alle zwei Jahre neu diskutiert, so dass ab und an mal die eine oder andere Stelle dazukommt, je nachdem, was sich unser Staat leisten kann oder will. Die Stellen A11 sind relativ gleichmäßig über Bayern verteilt. Das heißt, selbst wenn du alle Voraussetzungen für A11 erfüllst, zur Zeit aber in deinem Regierungs-/Schulamtsbezirk keine Kollgen mit A11 in Pension gehen und auch sonst auf keine Weise eine Stelle frei wird, ist das einfach Pech und du kannst nicht in A11 aufrücken. So kann es passieren, dass Kollegen, die in einem günstigeren Dienstjahr ihren Dienst angetreten haben, relativ schnell in A11 kommen, sobald sie die Voraussetzungen erfüllt haben, andere, die kurze Zeit später fertig werden, relativ lange warten müssen, bis beispielsweise wieder eine Pensionierungswelle ansteht, etc. Allein wegen dieser Tatsache ist es sehr schwierig zu sagen, ein Fachlehrer kommt nach 10, 15, 20 Jahren in A11.
Weiterhin hängt die Beförderung aber eben auch von der eigenen Leistung ab. Unter anderem von
- der Güte des Unterrichts
- der Erfüllung sonstiger dienstlicher Belange
- der Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums
- der Bereitschaft zur Übernahme außerschulischer Aufgaben innerhalb der Schule
- der Güte der Durchführung o. g. Aufgaben
- der Bereitschaft zur Übernahme von zusätzlichen Dienstaufgaben (Fachberater, SysAdmin, etc.)
- der Fortbildungsbereitschaft
- dem Angagement in der Weiterbildung von Kollegen (Fortbildungen halten, Studenten betreuen, etc.)
- und, und, und ...
Alle diese Faktoren spiegeln sich in der Beurteilung wider (oder sollten sich dort widerspiegeln). Zu diesem Zweck gibt es diese Form der Leistungsmessung, da unsere eigentliche Leistung, die Vermittlung von Wissen an unsere Schüler, leider keine messbare ist. Zu sagen: "Der hat die besseren Schüler, der kriegt mehr Geld" ist leider nicht machbar, da er in den Kollegen sicherlich zuerst den Ehrgeiz wecken würde, einen Weg zu finden, seine Schüler besser zu machen, als einen, sie besser zu unterrichten. Und wer an sich die schlechteren Schüler hat (soziale Faktoren, etc.) hätte dann eh die ... gezogen.
Um eine Abschließende Bemerkung zu deinen ersten Fragen zu machen: Nein, es ist nicht genau festgelegt, wann jemand in A11 kommt. Weil dies von viel zu vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und es deshalb keine Möglichkeiten gibt, eine solche Zahl zu nennen. Festgelegt ist, welche Beurteilungsstufe du benötigst, um ÜBERHAUPT in A11 zu kommen (mind. UB) und welche Wartezeiten du mit UB oder BG MINDESTENS einhalten musst. Alles andere ist diversen wechselnden Faktoren unterworfen, die sich von Jahr zu Jahr ändern können, da die äußeren Umstände sich ändern. Wenn ich dir jetzt schreibe, na nach 20 Jahren etwa solltest du schon mal in A11 sein, dann schreit links einer: "Bin schon 25 Jahre im Dienst und kein A11" und rechts kommt jemand, der ruft: "Ha! Bin schon nach 12 Jahren in A11 gekommen!" Deine Frage ist also devinitiv nicht zu beantworten.
Wie viel Prozent der Fachlehrer A11 sind, kann ich dir nicht sagen, da ich die Zahlen nicht vorliegen habe. Aber die Stellen A11 sind, wie o. gesagt eine festgelegte Anzahl. Da sitzt keiner im KuMi und würfelt aus, wie viele Stellen er dieses Jahr vergeben will, sondern das Finanzministerium gibt dies genau vor.
Ja, an einer Realschule ist es etwas leichter, da dort das Verhältnis von Planstellen A11 zu Fachlehrern etwas besser ist. D. h. prozentual gibt es dort einen höheren A11-Anteil. Allerdings ist es auch dort nicht so, dass jeder, der die Anforderungen erfüllt hat, sofort A11 wird. Auch dort gibt es Wartezeiten, die sich zwar von unseren unterscheiden, aber nicht so stark, dass DIES für mich ein Grund wäre, die Schulart zu wechseln. Der Hintergrund, sich komplett neu einzuarbeiten und mit all seinen Unterrichtsunterlagen von vorne zu beginnen, sollte dabei bedacht werden. Mit Sicherheit brauche ich mehr Jahre, um meinen Fundus an Unterlagen für eine RS wieder auf denselben Stand zu bringen, als ich hier brauche, um in A11 zu kommen. Da würde ich persönlich wirklich lieber nebenbei VHS-Kurse etc. geben, wenn es tatsächlich nur ums Geld geht.
Und abschließend noch ein Wort zum Thema "Besoldung" im Allgemeinen.
Ich hoffe, du machst deine Anstrengungen, guten Unterricht zu halten, nicht nur davon abhängig, inwiefern es sich für dich finanziell lohnt. Guten Unterricht sollten wir schließlich halten, damit es sich für die SCHÜLER lohnt. Dies bedeutet nicht, Showelemente einzubauen. Auf die verzichte ich seit Jahren. Aber lass' dich nicht von der Tatsache frustrieren, dass du "noch" A10 bist. Wir machen den Job zwar auch für Geld, aber nicht nur dafür, gell?
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dennisk
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Hi!
Zum Ersten: Entschuldigung, Carsten, dass ich Dich zum Bernhard gemacht hab. Soll nie wieder vorkommen!
Zum Zweiten: Vielen Dank für Deine äußerst umfangreiche und fundierte Antwort.
Zum Dritten: Wäre es nicht für alle Fachlehrer interessant, die Zahlen bezüglich Beförderungen zu erfahren? Z. B. könnte die FLIG doch mal bei der Regierung anfragen. Gerne würde ich mich dafür engagieren.
Zum Vierten: Leider habe ich in der Vergangenheit zu wenig darauf geschaut, was sich finanziell lohnt, sonst wäre ich ja nicht FL geworden. Ich finde es schön, wenn Du Dich im letzten Absatz Deiner Antwort in Deiner Rolle mit erhobenem Zeigefinger wohlfühlst, muss aber für meinen Teil sagen, dass ich zwar bezüglich meines Engagements für meine Schüler in den letzten 18 Jahren ein lupenreines Gewissen habe, aber mit Unbehagen an die bevorstehenden 25 Jahre beruflicher Stagnation denke. Selbstverständlich habe ich diese Situation selbst zu verantworten ("Hättst wos Gscheids glernt ...").
Zum Fünften: Siehe Zweitens! Vielen Dank nochmal, Carsten, Carsten, Carsten ...
Liebe Grüße
Zum Ersten: Entschuldigung, Carsten, dass ich Dich zum Bernhard gemacht hab. Soll nie wieder vorkommen!
Zum Zweiten: Vielen Dank für Deine äußerst umfangreiche und fundierte Antwort.
Zum Dritten: Wäre es nicht für alle Fachlehrer interessant, die Zahlen bezüglich Beförderungen zu erfahren? Z. B. könnte die FLIG doch mal bei der Regierung anfragen. Gerne würde ich mich dafür engagieren.
Zum Vierten: Leider habe ich in der Vergangenheit zu wenig darauf geschaut, was sich finanziell lohnt, sonst wäre ich ja nicht FL geworden. Ich finde es schön, wenn Du Dich im letzten Absatz Deiner Antwort in Deiner Rolle mit erhobenem Zeigefinger wohlfühlst, muss aber für meinen Teil sagen, dass ich zwar bezüglich meines Engagements für meine Schüler in den letzten 18 Jahren ein lupenreines Gewissen habe, aber mit Unbehagen an die bevorstehenden 25 Jahre beruflicher Stagnation denke. Selbstverständlich habe ich diese Situation selbst zu verantworten ("Hättst wos Gscheids glernt ...").
Zum Fünften: Siehe Zweitens! Vielen Dank nochmal, Carsten, Carsten, Carsten ...
Liebe Grüße
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Borcas
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
*lach* Danke für die häufige Erwähnung meines Namens.
Und keine Angst, sollte kein erhobener Zeigefinger sein. Der Punkt ist eben einfach, dass wir uns mit der Situation abfinden müssen, dass wir, wenn wir alle Voraussetzungen für eine Beförderung in A11 besitzen, einfach warten müssen.
Showstunden halte ich für absolut idiotisch. Jeder Schulleiter, der selbst den geringsten Einblick in den Ablauf an seiner Schule hat, weiß, wer ordentliche Unterrichtsarbeit leistet und wer nicht. Da spielt das "Brimborium" in einer Besuchsstunde sicherlich eine untergeordnete Rolle.
Aber wenn deine Chefin sagt, du solltest dich "strecken", dann hat sie dir ja sicherlich auch geraten, in welcher Richtung dieses "Strecken" sinnvoll wäre. Du hast ja deine Zwischenbeurteilung bekommen und kannst daraus sicherlich ablesen, in welchem Bereich sie von dir noch etwas mehr sehen will. Sollte also kein Problem darstellen, der Wortlaut deines ersten Beitrages impliziert ja bereits, dass sie dich eigentlich auf UB sehen möchte... klingt zumindest für mich so. Nimm es einfach als kleinen Stups in die richtige Richtung, mit dem sie dir zeigen will, dass sie weiß, dass sie dir noch etwas mehr zutrauen kann. Dann kriegst du dein UB und musst dich dann eh zurücklehnen und warten, was die Zeit so mit sich bringt.
Die Zahlen, wie viele Beförderungsstellen in Bayern vorhanden sind, bzw. wie viele FL bereits in A11 sind, sind sicherlich leicht zu erfragen. Ob uns dies allerdings im vorliegenden Fall weiterbringt, wage ich zu bezweifeln (siehe oben: Aufteilung auf Regierungsbezirke/Schulämter, Pensionierungswellen, etc.). Was bringt es mir zu wissen, dass theoretisch soundsoviele Stellen neu besetzt werden? Ob ich dabei bin oder nicht, erschließt sich mir aus einer solchen Statistik eh nicht.
Ein vergleichbarer Fall, wenn auch aus einem anderen Bereich:
Ein Kollege von mir fragte einst bei der Regierung von Unterfranken an, wie es um seine Versetzung nach Oberfranken stünde. Er wollte es genau wissen und man sagte ihm, er sei in diesem Jahr auf Ranglistenplatz 2 gewesen. Die Nummer 1 wurde versetzt. Schlussfolgerung für ihn war, er würde mit absoluter Sicherheit im kommenden Jahr versetzt. Richtig war: Im Jahr darauf wurden aus anderen Regierungsbezirken zwei neue Kollegen zugeschickt, die wieder weg wollten und bessere Versetzungschancen hatten. War also nix. Im zweiten Jahr darauf war er wohl, nach neuerlicher Nachfrage, tatsächlich auf Platz eins gelistet, in diesem Jahr wurde allerdings überhaupt kein Fachlehrer m/t versetzt, da es in Oberfranken keine freien Stellen gab oder der Mangel in Unterfranken zu groß war. Erst im dritten Jahr hatte er dann tatsächlich Glück. Hätte sich aber auch noch länger ziehen können.
Ähnlich ist es mit den A11-Beförderungsstellen. Wenn nix da ist, haben wir Pech. So einfach ist das. Dennoch bin ich froh, dass ich die notwendigen Voraussetzungen erfüllt habe. Jetzt muss ich eben einfach geduldig sein. Und wenn dann irgendwann ein Schreiben der Regierung einflattert, in dem mir mitgeteilt wird, dass ich jetzt zum FOL mit Besoldungsstufe A11 befördert werde, dann freue ich mich einfach.
Grüßle
Und keine Angst, sollte kein erhobener Zeigefinger sein. Der Punkt ist eben einfach, dass wir uns mit der Situation abfinden müssen, dass wir, wenn wir alle Voraussetzungen für eine Beförderung in A11 besitzen, einfach warten müssen.
Showstunden halte ich für absolut idiotisch. Jeder Schulleiter, der selbst den geringsten Einblick in den Ablauf an seiner Schule hat, weiß, wer ordentliche Unterrichtsarbeit leistet und wer nicht. Da spielt das "Brimborium" in einer Besuchsstunde sicherlich eine untergeordnete Rolle.
Aber wenn deine Chefin sagt, du solltest dich "strecken", dann hat sie dir ja sicherlich auch geraten, in welcher Richtung dieses "Strecken" sinnvoll wäre. Du hast ja deine Zwischenbeurteilung bekommen und kannst daraus sicherlich ablesen, in welchem Bereich sie von dir noch etwas mehr sehen will. Sollte also kein Problem darstellen, der Wortlaut deines ersten Beitrages impliziert ja bereits, dass sie dich eigentlich auf UB sehen möchte... klingt zumindest für mich so. Nimm es einfach als kleinen Stups in die richtige Richtung, mit dem sie dir zeigen will, dass sie weiß, dass sie dir noch etwas mehr zutrauen kann. Dann kriegst du dein UB und musst dich dann eh zurücklehnen und warten, was die Zeit so mit sich bringt.
Die Zahlen, wie viele Beförderungsstellen in Bayern vorhanden sind, bzw. wie viele FL bereits in A11 sind, sind sicherlich leicht zu erfragen. Ob uns dies allerdings im vorliegenden Fall weiterbringt, wage ich zu bezweifeln (siehe oben: Aufteilung auf Regierungsbezirke/Schulämter, Pensionierungswellen, etc.). Was bringt es mir zu wissen, dass theoretisch soundsoviele Stellen neu besetzt werden? Ob ich dabei bin oder nicht, erschließt sich mir aus einer solchen Statistik eh nicht.
Ein vergleichbarer Fall, wenn auch aus einem anderen Bereich:
Ein Kollege von mir fragte einst bei der Regierung von Unterfranken an, wie es um seine Versetzung nach Oberfranken stünde. Er wollte es genau wissen und man sagte ihm, er sei in diesem Jahr auf Ranglistenplatz 2 gewesen. Die Nummer 1 wurde versetzt. Schlussfolgerung für ihn war, er würde mit absoluter Sicherheit im kommenden Jahr versetzt. Richtig war: Im Jahr darauf wurden aus anderen Regierungsbezirken zwei neue Kollegen zugeschickt, die wieder weg wollten und bessere Versetzungschancen hatten. War also nix. Im zweiten Jahr darauf war er wohl, nach neuerlicher Nachfrage, tatsächlich auf Platz eins gelistet, in diesem Jahr wurde allerdings überhaupt kein Fachlehrer m/t versetzt, da es in Oberfranken keine freien Stellen gab oder der Mangel in Unterfranken zu groß war. Erst im dritten Jahr hatte er dann tatsächlich Glück. Hätte sich aber auch noch länger ziehen können.
Ähnlich ist es mit den A11-Beförderungsstellen. Wenn nix da ist, haben wir Pech. So einfach ist das. Dennoch bin ich froh, dass ich die notwendigen Voraussetzungen erfüllt habe. Jetzt muss ich eben einfach geduldig sein. Und wenn dann irgendwann ein Schreiben der Regierung einflattert, in dem mir mitgeteilt wird, dass ich jetzt zum FOL mit Besoldungsstufe A11 befördert werde, dann freue ich mich einfach.
Grüßle
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tabsi
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
was aber fast das Wichtigste ist, ist der gute Draht zu deiner Schulleiterin.
Nach dem Motto: Gut geschleimt ist fast gewonnen.
Aber das wirst du in deiner langen Dienstzeit auch schon selber rausgefunden haben.
tabsi
Nach dem Motto: Gut geschleimt ist fast gewonnen.
Aber das wirst du in deiner langen Dienstzeit auch schon selber rausgefunden haben.
tabsi
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Hallo Tabsi,
ja, stimmt, vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man manchmal schon wieder an eine andere Schule versetzt wurde, bis der Schulleiter merkte, dass er von den lieben Kollegen eingeseift wurde. Beispielsweise gibt es Kollegen, die in homöopathischen Dosen zur Erstellung von Prüfungsaufgaben beitragen, dies dann aber gegenüber dem Schulleiter als überwiegend eigenes Werk darstellen...
Allerdings muss ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen noch keinen Chef hatte, der nicht zumindest irgendwann zu einer halbwegs realistischen Einschätzung der Lage gelangt wäre.
ja, stimmt, vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man manchmal schon wieder an eine andere Schule versetzt wurde, bis der Schulleiter merkte, dass er von den lieben Kollegen eingeseift wurde. Beispielsweise gibt es Kollegen, die in homöopathischen Dosen zur Erstellung von Prüfungsaufgaben beitragen, dies dann aber gegenüber dem Schulleiter als überwiegend eigenes Werk darstellen...
Allerdings muss ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen noch keinen Chef hatte, der nicht zumindest irgendwann zu einer halbwegs realistischen Einschätzung der Lage gelangt wäre.
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Borcas
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Ich denke, Schulleiter sind dieselben Menschen, auf die wir überall treffen.
Bei manchen soll Schleimen was bringen (was ich persönlich eh nicht kann, deshalb habe ich mich noch nie ernsthaft damit auseinandergesetzt), bei anderen ist Ehrlichkeit noch immer der Beste weg (bei den meisten, die mir bisher begegnet sind, worüber ich sehr froh bin).
Aber wie überall muss jeder seinen eigenen Weg finden... Wenn ich eine bessere Beurteilung tatsächlich davon abhängig machen muss, wie tief ich kriechen kann, dann verzichte ich lieber dankend.
Bei manchen soll Schleimen was bringen (was ich persönlich eh nicht kann, deshalb habe ich mich noch nie ernsthaft damit auseinandergesetzt), bei anderen ist Ehrlichkeit noch immer der Beste weg (bei den meisten, die mir bisher begegnet sind, worüber ich sehr froh bin).
Aber wie überall muss jeder seinen eigenen Weg finden... Wenn ich eine bessere Beurteilung tatsächlich davon abhängig machen muss, wie tief ich kriechen kann, dann verzichte ich lieber dankend.
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rauhalahti
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Re: Was bringt eine bessere Beurteilung?
Zum Thema "Wie viele Fachlehrer sind in A11 oder höher?" guckst du hier:
http://fachlehrerseite.de/viewtopic.php?f=208&t=3789
vg
Dieter
http://fachlehrerseite.de/viewtopic.php?f=208&t=3789
vg
Dieter
