Legasthenie und LRS im IT-Unterricht (Wirtschaft, WiK)

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Bernhard
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Re: Legasthenie und LRS im IT-Unterricht (Wirtschaft, WiK)

Beitrag von Bernhard » 28.01.2019 07:38

Genau, ich habe meinen Satz noch ergänzt, damit es deutlicher wird.
Ich beantworte keine Fragen per PN oder Mail die im Forum beantwortet werden können!
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Re: LRS - Bewertung Tastschreiben

Beitrag von Borcas » 28.01.2019 11:48

IngoBingo hat geschrieben:
23.01.2019 10:13
Nur so generell zum drüber nach denken, Rechtschreibung ist immer dabei, egal ob ich lese, abtippe oder selbst schreiben muß. "Nur aptippen" ist sehr leicht gesagt, beinhaltet aber auch das Lesen. Das Dingens heißt ja auch nicht RS sondern LRS.
Nur um das kurz aufzugreifen:
Ja, es ist eine LRS, das Lesen ist also durchaus mit drin. Dennoch zeigt die Unterrichtserfahrung mit solchen Schülern, dass sie häufig durchaus problemlos reproduzieren können. Ich hatte bereits Schüler mit Legasthenie und LRS, die ihre Klassenkameraden bei 10-Minuten-Abschriften locker in die Tasche gesteckt haben, da sie selbst begeistert waren, dass sie hier TROTZ ihres Defizits gute Noten erreichen können. Übrigens auch schon zu Zeiten, als es noch nicht einmal den Zeitzuschlag oder ähnliche Erleichterungen gab.

Manchmal bringt es mehr, dem Kind erst einmal etwas zuzutrauen, anstatt es ständig in einen "geschützten Raum" zu stecken. Denn dort wird ihm von Beginn an die Möglichkeit genommen, überhaupt den Versuch zu unternehmen, sich zu beweisen.

Und die Flut an Attesten und Bescheinigungen nervt die Meisten von uns...
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Re: LRS - Bewertung Tastschreiben

Beitrag von IngoBingo » 30.01.2019 12:25

Borcas hat geschrieben:
28.01.2019 11:48
Manchmal bringt es mehr, dem Kind erst einmal etwas zuzutrauen, anstatt es ständig in einen "geschützten Raum" zu stecken. Denn dort wird ihm von Beginn an die Möglichkeit genommen, überhaupt den Versuch zu unternehmen, sich zu beweisen.
Das sehe ich genau so.
Borcas hat geschrieben:
28.01.2019 11:48
Und die Flut an Attesten und Bescheinigungen nervt die Meisten von uns...
Das interessiert mich, als "noch" unbeteiligter.
So ne LRS kommt ja irgendwo her, wird da nach der Ursache gesucht (z.b. Elternhaus)?
Ich würde ja so ein Attest erst mal als Info sehen wer Nachholbedarf hat und wen man unterstützen muß.
Oder nützen das Eltern nur zur "Notenerpressung"?

Als praktisches Beispiel aus der Schule, habe ich nur den 5.Klässler der die Uhr nicht lesen kann.
Hat mir erschreckt das es das gibt und das auf dem Weg vom Kindergarten in die 5. Klasse das so unter dem Radar war.

Das mit dem problemlos Tastschreiben, werde ich testen...wenn ich es geschafft habe mich zu begeistern ;-)
Einrad ist besser als kein Rat. :juggle:

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Re: Legasthenie und LRS im IT-Unterricht (Wirtschaft, WiK)

Beitrag von Borcas » 30.01.2019 19:01

Der Umgang mit Attesten ist von Arzt zu Arzt, von Elternhaus zu Elternhaus unterschiedlich. Eine pauschale Aussage zu treffen ist nicht nur schwierig, sondern mit Sicherheit auch nicht das, was in diesem Forum diskutiert werden sollte.

Belassen wir es einfach dabei, dass wir als Lehrer mit einer für uns teils schwierigen Situation umgehen müssen und dass wir hier oft an starre Regelungen gebunden sind, die es einem nur im Einzelfall ermöglichen, auf den Status des einzelnen Kindes flexibel zu reagieren.

Und wenn dich das mit dem "Uhrenlesen" so erschreckt,... dann sei mal gespannt, was es da noch so alles gibt! *ggg*
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