3D-Drucker

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solonaphets
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3D-Drucker

Beitragvon solonaphets » 01.07.2014 08:51

Liebe Kollegen,
ich habe das Angebot meiner Schulleitung (Mittelschule) bekommen, einen 3D-Drucker anzuschaffen :) .
Hat jemand Erfahrung mit einem Drucker/eines Herstellers?
Ich möchte den Drucker in Verbindung mit CAD und evtl. in Informatik einsetzen, da die CNC-Machinen, die ich eigentlich im Auge habe, (noch) nicht finanzierbar sind :/ .
Alternativ denke ich auch darüber nach, statt des Druckers meine Werkstatt mit einer kleinen Kombimaschine für Drehen und Fräsen auszurüsten (von cooltool), was etwas günstiger wäre :/ .
Was ist eure Meinung zur Aufrüstung/Anwendung dieser Maschinen im Technikbereich der Mittelschule?

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Bernhard
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon Bernhard » 01.07.2014 15:15

Hallo Stephan,
ich bin momentan in diesem Bereich noch nicht ausgerüstet. Welche Geräte hast du denn gerade im Blick? (ruhig mit Link)
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir in Zukunft mehr 3D-Drucker an Schulen haben werden und finde es sinnvoll gerade auch im Hinblick auf die Anwendung von CAD.
Ich finde es momentan ziemlich unübersichtlich, weil gerade "jeder" Hersteller meint, er muss eine Eigenentwicklung eines 3D-Druckers anbieten. Da wird sich der Markt sicher noch regulieren. Wenn es blöd läuft, hat man nach kurzer Zeit keinerlei Unterstützung mehr vom Hersteller. Aber du hast sicherlich die gleichen Bedenken und frägst deswegen nach Erfahrungen. Dieter schreibt ja schon über das aufwendige Zusammenbauen seines Fabbsters.
Ich werde mir sicherlich in Zukunft die gleiche Frage (welcher 3D-Drucker) stellen und bin weiterhin froh über Erfahrungsberichte.
Bezüglich Drehen habe ich mir dieses Jahr eine kleine Drehbank in der Schule angeschafft. Dort arbeite ich mit meiner 9. Klasse gerade an PVC-Rundmaterial. Den Schülern gefällts gut und sie bekommen einen tollen Einblick.
Fräsen wird ja im Schulbereich wegen der hohen Umdrehungen und den Gefahren sehr kritisch gesehen, da lasse ich lieber die Finger davon.
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon rauhalahti » 07.07.2014 08:30

Eigentlich hast du nur die Wahl zwischen einem Fertiggerät (z.B. Makerbot) und einem "Bausatz", den es auch schon fertig montiert gibt.

Fürs Fertiggerät sprechen die schnelle Verfügbarkeit und der unkomplizierte Start. Für den Bausatz gibt es ein paar Vorteile:

meist günstiger
man lernt das Gerät beim Aufbau gut kennen und kann später Fehler leichter beheben
die meisten Geräte bieten eine laufende Weiterentwicklung, etwa Extruder für zwei Farben, ...
Häufig wird reprap-Software verwendet oder kann zumindest verwendet werden
Oft bestehen die Bausätze aus genormten Standardbauteilen, die leicht und günstig zu ersetzen sind (Schrittmotoren, Zahnriemen, Lager,...)

Für den Fabbster gibt es mittlerweile einen Extruder, der Filament von der Rolle verarbeitet. Und die komplette Mechanik kann man auch als Grundlage für einen RepRap-Drucker gesondert kaufen. Ich denke, da kündigt sich schon an, dass man von Seiten des Herstellers einen Weg sucht, wie der Support mit geringem Aufwand längerfristig sicher gestellt werden kann. Ob man irgendwann die Sticks gar nicht mehr anbietet und komplett auf Filament von der Rolle setzt ???

Insgesamt ist noch wahnsinnig Bewegung im Markt. Doch bei den Kosten für einfache Bausätze (~ 500 EUR) kann man jetzt schon bedenkenlos einsteigen und Erfahrungen sammeln.

vg
Dieter

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon solonaphets » 10.07.2014 22:13

Vielen Dank für die Anworten!
Ich habe den Drucker von fabbster im Betrieb gesehen. Allerdings stört mich, dass er kein (geschlossenes) Gehäuse hat.

Mir gefällt auch der Drucker von Conrad "Renkforce 1000", für den es in Kürze auch einen Fräsaufsatz geben soll.
http://www.conrad.de/ce/de/product/1007 ... archDetail

Allerdings sprengt dieser mit 1500,- mein Budget etwas ...
Ich lasse euch wissen, wenn ich mich zu einem Gerät entschieden habe.

lg
Stephan

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon pildi » 29.07.2014 01:39

Hallo.
Hatte mich interessehalber auch mal bez. 3D-Drucker informiert. Vlt. wäre der relativ günstige da vinci von xyz eine alternative. Mal bei Amazon suchen. Nachteil ist der Chip in der Filamentkassette, wobei es dort bereits eine Lösung geben soll, den Zähler (ich glaube mittels arduino-board) zurückzusetzen. Ansonsten finde ich auch den Drucker auch auf längere Sicht sehr interessant.

Bin übrigens in diesem Moment auf dieses Forum gestoßen. Fange am Do. mein Referendariat in der Pfalz an. Vlt. Hat jemand den ein oder anderen Tip für blutige Anfänger.

MfG

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon Bernhard » 27.03.2015 13:24

Die Firma Technik LPE warb gleich für drei verschiedene 3D-Drucker:

Ultimaker 2
Ultimaker 2 Go
Ultimaker 2 extended

ZORTRAX 3D Drucker

Mankati 3D Drucker

Scheinen also alle 3 für Schulen geeignet zu sein.
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon wodga » 16.11.2015 11:25

Hab kürzlich einen kleinen Hersteller im Raum München besucht, der sehr vielversprechende Geräte baut: https://www.germanreprap.com/
Diese können auch Nylon verarbeiten und sind gar nicht mal so teuer!

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon Bernhard » 26.06.2016 12:32

Bei der Fachlehrertagung konnte ich den Zortrax M200 im Betrieb sehen und er machte einen praktikablenEindruck.
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon wodga » 27.06.2016 14:45

hab grad Ergebnisse des Ultimaker2 gesehen: Saubere Oberfläche auch ohne polieren, hohe Stabilität der Druckschichten miteinander ...

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon Bernhard » 27.06.2016 14:54

Danke Wolfgang! Du schwörst also total auf den Ultimaker2? Ich will hier nämlich keine Schleichwerbung machen sondern ich will herausfinden, welches der beste 3D-Drucker für den Schulbereich ist ohne dass ich sie selber alle ausprobieren muss. :D
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon wodga » 27.06.2016 15:44

Schon in der Bibel steht: Du sollst nicht schwören :-)
Nein im Ernst ich möchte keine Schleichwerbung für ein bestimmtes Produkt machen, sondern lediglich meine Beobachtungen mitteilen. Vorteil eines weitverbreiteten Produktes ist halt, dass man zu jedem Detail etwas in den Foren findet. Wichtig für ein Schulgerät scheint mir außerdem zu sein, dass der Hersteller oder der Vertrieb Support dazu anbietet. Wie sich das bei den einzelnen Geräten verhält, weiß ich nicht. Du hast ja selber einen Schulausstatter mit in die Diskussion gebracht, die könnte man natürlich in Punkto Support auch fragen ...

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon Bernhard » 27.06.2016 15:51

Die sind vielleicht aktuell nicht die besten Ansprechpartner. Für Technik LPE wurde am 01.02.2016 das Insolvenzverfahren (51 IN 638/15) eröffnet. Ansonsten hast du mit deinen Ausführungen sicherlich recht.

EDIT 24.07.2016
Technik LPE ist als Neugründung wieder aktiv und unter der bekannten Internetseite erreichbar. Telefonnummern etc. haben sich geändert.
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Re: 3D-Drucker

Beitragvon wodga » 27.06.2016 16:17

...also Jungs, wer die Schnauze voll hat, vom unterrichten, kann sich als Werkraumausstatter selbständig machen! Wird Zeit, dass wieder Qualität in die Werkräume einzieht ...
Obwohl mir ein ehemaliger Mitarbeiter von ULMIA - die ja auch abgewickelt wurden - gesagt hat, dass ihr Problem war, dass sie zu gut waren: Einmal gekauft und ein Leben lang damit gearbeitet

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Re: 3D-Drucker

Beitragvon tobih » 29.06.2016 20:10

Hallo,
habe eben diesen thread entdeckt und will meine Erfahrungen weitergeben, evtl. sind sie von Nutzen. Ich bin Realschullehrer, u.a. für Informatik. Seit ca. einem halben Jahr haben wir einen kleinen 3D-Drucker an unserer Schule, Tchibo sei Dank: ein up! mini.
Privat (und als angemeldeter Nebenerwerb) drucke ich auch 3D. Für den Schuleinsatz kann ich also sagen, dass das Gerät für seinen geringen Preis voll ausreichend ist. Druckraum 12x12x12 cm reicht auch aus, alles andere kann man (=Schüler wie Lehrer) wegen der langen Druckzeit im Praxisalltag eh nicht erwarten.
Ich habe den up! mini etwas modifiziert, so dass er problemlos PLA-Kunststoff druckt, auch von Fremdherstellern in verschiedenen Temperaturbereichen, mit 1,75 mm Filament. Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt, denn ABS dampft nun mal ordentlich und nicht zu verachten aus. PLA dampft eben nichts Giftiges aus, kann also problemfrei in z.B. dem Computerraum werkeln. Die Objekte erstellen wir im Informatikunterricht, kommendes Jahr dürfen die Techniker ran. In anderen 3D-Foren sind viele recht zufrieden mit den Geräten von prusa und dem ultimaker.
Worauf ich für den Schuleinsatz geringeren Wert legen würde sind Schichtdicke (ehrlich: 0,2 mm reichen dafür aus), automatische Bettnivelierung, Dual-Extruder, fein einstellbares Heizbett (für PLA reichen 0-50 °C aus, für ABS volle Pulle) und andere Leckerein. Nett sind Bowden-Extruder, das gibt weniger Gefrickel. Muss aber nicht sein.


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