Was passiert nach der Ausbildung?

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winterwinds
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Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von winterwinds » 11.02.2012 13:35

Hallo ihr Lieben,

ich hab da einige Fragen, die ich jetzt einfach mal in die Runde werfe. Vielleicht kann mir die eine oder andere Frage ja beantwortet werden. :ja:

Also mal ganz grundsätzlich: Ich mache derzeit die Ausbildung zur Fachlehrerin m/t in Augsburg. Da ich im dritten Jahr bin, mache ich mir langsam aber sicher auch Gedanken darüber, wies denn für mich weitergeht.

Punkt 1:
An unserer Schule wird im vierten Jahr angeboten, dass man die fachgebundene Hochschulreife nachmacht. Da ich einen Realschulabschluss habe, wäre das für mich eine Option. Ich weiß allerdings, dass die 6 Unterrichtsstunden mehr pro Woche (je 2x Deutsch, Englisch, Mathe) einen sehr großen Mehraufwand bedeuten. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Was bringt mir das? Hat diese zusätzliche Qualifikation evtl. sogar Einfluss darauf, wo ich später eingesetzt werde?

Punkt 2:
Natürlich habe ich mir auch schon Gedanken zum Thema Vorbereitungsdienst gemacht. Wie wahrscheinlich jeder, habe auch ich gewissen Vorstellungen darüber, wo ich später mal arbeiten möchte. Nun kann man aber dahingehend ziemlich schlecht planen, weil Vater Staat meiner Ansicht nach ziemlich willkürlich versetzt (belehrt mich, wenn es anders ist!). Mein Wunsch wäre einfach, dass ich irgendwo zusammen mit meinem Freund leben kann. Da er aber zeitlich genau mit mir sein Studium abschließt, weiß er nun nicht, wohin er sich bewerben soll. Schließlich bekommt man den Bescheid für den Vorbereitungsdienst über seine zugewiesene Stelle erst Ende August, Anfang September (oder?). Keine Ahnung, wie wir das jetzt irgendwie hinbiegen können. Habt ihr vielleicht einen Tip für mich?

Punkt 3:
Ich weiß, es ist vermessen zu hoffen, dass man im Vorbereitungsdienst genau dahin kommt, wo man gerne möchte. :nein: Trotzdem will ich einfach gerne mal meine Chancen abchecken. Ich bin aus Schwaben, genauer gesagt Nordschwaben. Ich habe jetzt schon einige Male gehört, dass da anscheinend gar nicht so viele hinwollen, weil die Gegend nicht sehr beliebt ist. Ich dagegen würde mich sehr freuen, wenn ich heimatnahe eingesetzt werde. Ich habe im Internet lange zu diesem Thema was gesucht, aber leider nichts gefunden. Habt ihr vielleicht Wissen, das ich noch nicht habe? Wie siehts in Nordschwaben, oder Schwaben allgemein aus? Wie stehen die Chancen, auch da hinzukommen?

Ich weiß, viele viele Fragen!! Aber bis jetzt habe ich noch niemanden gefunden, der sie mir beantworten konnte! Vielleicht kann mir ja jemand in diesem Forum (das ich übrigens ziemlich cool finde ) weiterhelfen.

Greetings :D

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 11.02.2012 20:41

Hi,

ein wenig kann ich dir vielleicht beantworten.

1a) Ob du Fachhochschulreife besitzt oder nicht, hat mit Sicherheit keinerlei Einfluss auf deinen späteren Einsatzort. Das interessiert die Regierungen überhaupt nicht und solche Qualifikationsnachweise werden auch nicht eingereicht oder bearbeitet. Faktoren, die einen Einsatzort bestimmen können sind Dinge wie Familienstand und Nachwuchs (vermutlich die zwei wichtigsten Punkte), Wohnungssituation (eigenes Haus, etc., wobei dieser Grund einer der letzten ist, der beachtet wird), Anstellungsnote, besondere Erschwernisse (nachweislich einzige Bezugs- und Pflegeperson für einen familiären Pflegefall, etc.).
1b) Ob du das Fachabi machen willst oder nicht, liegt ganz bei dir. Wenn du dir sicher bist, später noch weiterhin studieren zu wollen, musst du es machen. Wenn du dir sicher bist, dass du nie eine andere Schiene fahren willst, lass' es bleiben, es ist dann kein Butterbrot wert und kostet, wie du schon gesagt hast, wertvolle Zeit. Im Zweifelsfall kannst nur du entscheiden. Alle die während meiner Zeit das Fachabi gemacht haben, haben jetzt ein schönes Zeugnis daheim und das war's. Niemand aus meinem Jahrgang oder darüber/darunter in Bayreuth hat danach weiterstudiert. Aber das waren auch alles Leute, die gesagt haben, sie wüssten nicht, ob sie's nicht vielleicht irgendwann brauchen. Deine Entscheidung.

2) Ganz willkürlich ist die Versetzung von Vater Staat auch nicht. Denn sie richtet sich schon nach ziemlich festen Gegebenheiten. Die Regierungen nehmen in erster Linie Rücksicht darauf, wo Bedarf herrscht. Ganz klar, sie müssen ja für eine möglichst gute Abdeckung mit Lehrkräften sorgen. Ist der Bedarf ermittelt, wie viele Fachlehrer wo gebraucht werden, werden die Anwärter aufgeteilt. Dabei spielt auch die Anzahl der freien Seminarplätze in den jeweiligen Regierungsbezirken eine Rolle. Oben genannte Gründe (Bereits verheiratet, Nachwuchs, etc.) werden dabei berücksichtigt, so lange dies möglich ist. Heißt: Wenn 12 verheiratete mit einem Kind in Schwaben eingesetzt werden wollen, es dort aber nur 8 freie Stellen gibt, müssen halt 4 trotzdem in den sauren Apfel beißen und nach Niederbayern gehen... oder andere Konstellationen. Rückversetzung ist meist zeitaufwendig (ich selbst habe 10 Jahre in einem fremden Regierungsbezirk verbracht, bis ich wieder "Heimatluft schnuppern" durfte) und mit vielen verbrauchten Nervenenden verbunden. Aber dessen ist man sich hoffentlich bewusst, wenn man bereits in der Ausbildung steckt. Wie du deinen Freund beruflich in deine Nähe bringst, kann ich dir nicht sagen. Vielleicht bleibt euch nichts anderes übrig, als ein Jahr zu überbrücken und er kommt dann nach. Vielleicht müsst ihr aber auch über Jahre eine Wochenendbeziehung führen, bis einer zum anderen findet. Das weiß man in unserem Beruf nie.

3) Wie es in Schwaben aussieht, kann ich als Nordbayer überhaupt nicht beurteilen. Wenn es allerdings stimmt, dass in Schwaben wenige eingesetzt werden wollen, hättest du gute Chancen. Allerdings kann ich mir das jetzt nicht ganz vorstellen, da ich denke, es wird rund um Augsburg derselbe FL-Überschuss herrschen, wie rund um Bayreuth - und da sind alle, die in den Raum Augsburg wollen, erst mal froh, wenn sie wenigstens im richtigen Regierungsbezirk landen. Denn das ist bei einer Versetzung die größte Hürde. Innerhalb des Regierungsbezirks versetzt zu werden, ist meist einfacher und deshalb werden auch ungeliebte Ecken des gewünschten Regierungsbezirks gern genommen. Vielleicht findet sich aber auch noch jemand aus Schwaben, der dir mehr zur dortigen Situation sagen kann.

So,... hoffe mal, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Wenn nicht, weiterbohren!

Carsten
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von winterwinds » 13.02.2012 13:45

Na, das ist doch immerhin schon etwas! Danke schon mal dafür.

Ich finde es nur schade, dass es dazu von Seiten des Kultusministeriums keine genaueren Informationen gibt, die leicht zugänglich sind. Ich hab echt ewig im Internet gestöbert... Ich würd mir wünschen, dass man auch an den Staatsinstituten diesbezüglich genauer aufgeklärt wird, weil man jegliche Information fast schon erbetteln muss!

Hilft es eigentlich, wenn man besonders gut in der Ausbildung abgeschnitten hat? Wird das bei der Vergabe der Referendariate auch berücksichtigt, oder ist dem KuMi das egal? Hab schon mal von einem meiner Dozenten gehört, dass er selbst damals mit der Bestnote abgeschnitten hat, und sich die Stelle daraufhin aussuchen durfte. Is allerdings auch schon bestimmt 20 Jahre her.

Danke und viele Grüße :)

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 13.02.2012 15:01

Hi,

habe ja oben schon geschrieben, dass auch die Anstellungsnote mit entscheidet. Besonders guten Kandidaten wird manchmal eine solche "Sonderrolle" eingeräumt, sich den Regierungsbezirk, evtl. sogar das Schulamt auszusuchen. Dass kann sowohl nach der 1. FLAP (nach der Ausbildung) zum Seminar, als auch nach der 2. FLAP so sein.

Aber
a) dafür müssen wie in allen anderen Fällen die Möglichkeiten vorliegen (freie Plätze, keine anderen Bewerber, die aus uns manchmal unerfindlichen Gründen vorgezogen werden müssen - denn nicht alle Entscheidungen der Regierung sind für uns durchschauber).
b) wer macht von der späteren Anstellungssituation abhängig, wie sehr er sich in sein Studium hängt? Man sollte doch eh nach bestem Gewissen handeln, oder?
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Marina » 13.02.2012 15:08

Hallo Winterwinde (schöner Name!),

zu Punkt 1) Wie Carsten schon ausgeführt hat, bringt dir diese zusätzliche Qualifikation als Fachlehrer erstmal gar nichts. Allerdings ist es (außer dem zusätzlichen Zeit- und evtl. Lernaufwand) kein großer Nachteil. Ich habe es damals gemacht, bereue es nicht, auch wenn ich es bisher nicht gebraucht habe und absehbar auch nicht brauchen werde. Aber so leicht kommst du nie mehr an ein Fachabi ran. Bedenke aber bitte auch, dass nicht nur die Teilnahme zählte, sondern neben einer bestimmten Note in diesen Fächern auch die Gesamt-Prüfungsnote (zumindest war es vor 10 Jahren so). In meinem Jahrgang haben relativ viele diese Zusatzstunden mitgemacht, ohne überhaupt auf das Fach-Abi zu schielen. Einfach als persönliche Weiterbildung und gerade Deutsch kann man im Hinblick auf die schriftlichen Prüfungen sowieso brauchen. Damals wars auch so, dass Leute ohne Abitur (oder FOS) mind. 1 Stunde Sozi und 1 Stunde Deutsch belegen mussten, sollte es immer noch so sein wäre der Zusatzaufwand also "nur" noch vier Stunden. Entscheiden musst du dich natürlich selber und ich würde mir in erster Linie überlegen, ob du die Zeit erübrigen kannst oder nicht (das hängt sehr von deiner persönlichen Situation ab) und wie du dich selber leistungsmässig einschätzt.

zu Punkt 2) Genauso wie Carsten stamme ich aus einer anderen Ecke, so dass ich über Schwaben wenig sagen kann. Informiere dich doch mal bei welchem im schwäbischem Referendariat oder frag den schwäbischen Seminarleiter. Eine Idee wäre sicher, freiwillig nach Oberbayern, Niederbayern oder Unterfranken (allesamt meines Wissens Fachlehrer-Notstandsgebiete) zu gehen und dein Freund sucht sich dort einen Job.

Ach ja - Prüfungsnote bei der 1. LAA war zumindest vor 10 Jahren kein Kriterium, bei der 2. LAA schauts angeblich wieder anders aus.

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 13.02.2012 16:34

Also muss Marina in zwei Punkten widersprechen.

Hatte vor 12 Jahren meine 1. FLAP und da gab es durchaus zwei Leute, die damals wegen der richtigen Note in Oberfranken (war in BT) bleiben durften. Und nach der 2. FLAP gab es das auch. Allerdings habe ich ja schon oben geschrieben, dass es halt in jedem Jahrgang darauf ankommt, was überhaupt möglich ist. Und wenn die Regierung eben alle Leute aus zwingenden Gründen verteilen MUSS, dann werden keine Wünsche angenommen. Du füllst ja nach der 1. und auch nach der 2. Fachlehreramtsprüfung einen "Wunschbogen" aus. Inwieweit deine Wünsche beachtet werden, hängt von der Situation ab. Hatte damals Erstwunsch Ober-, Zweitwunsch Mittelfranken und kam nach Unterfranken... so spielt das Leben. War aber auch weder Jahrgangsbester, noch verheiratet oder hatte Kinder... *lächel*

Und bei uns gab es keine zusätzliche Stunde, wenn man nicht das Fachabi gemacht hatte, da das Fachabi ja eine freiwillige Zusatzaufgabe war. Wer das nicht machen wollte, sparte sich die Arbeitszeit komplett.
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Bernhard » 13.02.2012 18:41

Liebe Studierenden am Staatsinstitut,
vergesst die Aussage, die Note nach dem PA hat keine Auswirkungen auf später. Ihr müsst die bei jeder Bewerbung auf Funktionsstellen, bei jeder Versetzung, bei jedem sonstwas-Antrag mit angeben. Da wird drauf geschaut!!! Insbesondere im Seminar ist die Note vom ersten Staatsexamen eine wichtige Basis für die weitere Notenvergabe im Seminar. Holt euch die beste Note die ihr kriegen könnt, auch wenn sie bei uns - im Gegensatz zum normalen Lehramt - beim 2. Staatsexamen nicht eingerechnet wird.

Nach dem zweiten Staatsexamen hat der beste Notenschnitt über alle Fachlehrerausbildungsrichtungen hinweg die Möglichkeit seinen Regierungsbezirk selbst zu wählen.
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 13.02.2012 20:01

Wohlgemerkt der Beste von ALLEN Fachlehrern in diesem Jahrgang.

Und stimmt: 1. LAP wird immer mal wieder in Bewerbungsformularen angefragt...
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von winterwinds » 13.02.2012 21:32

Bernhard hat geschrieben:vergesst die Aussage, die Note nach dem PA hat keine Auswirkungen auf später
Is ja klar, dass man immer sein Bestmöglichstes geben sollte. Der Einstellung bin ich auch. Mich hat jetz allerdings auch interessiert, ob das mit dem Aussuchen der Stelle wirklich stimmt. Man kann wohl nichts Besseres tun, als sich anzustrengen.

@ Marina:
Ich spiele schon mit dem Gedanken das Fachabi, bzw. die Fachgebundene Hochschulreife mitzumachen. Wie ihr ja schon gesagt habt, kommen im PA sowieso 2 Stunden dazu (da ich ja nur den Realschulabschluss habe). Ich kann aber auch die Meinung verstehen, dass man im Nachhinein nur ein nettes Blatt Papier zu Hause liegen hat... Ich weiß noch nicht genau, was nächstes Jahr alles an Arbeit auf mich zukommt. Im Moment kann ich das noch schwer einschätzen. Man hört halt immer wieder, dass es recht anstrengend sei. Einerseits juckt mich das Fachabi schon, andererseits werde ich es wahrscheinlich nicht brauchen. Ich lerne ja Fachlehrerin, weil ich das später auch wirklich machen will. Ich kann mir durchaus vorstellen in dem Job bis zur Pensionierung zu arbeiten. Meine einzige Sorge ist diese nicht planbare Zukunft, die mir bevor steht. Das macht mich fast verrückt. Aber schlussendlich kann man ja eh nur abwarten!

Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich von ehemaligen Referendaren was positives zu hören bekomm. :top: Das lässt einen hoffen.

Es grüßen die Winde! :cool:

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Marina » 27.02.2012 20:58

Falls ich den Eindruck erweckt habe, man sollte sich bei der 1. LAP nicht anstrengen, tut es mir leid: DAS wollte ich damit wirklich nicht sagen! Wenn es Leute gibt, bei denen diese Note sogar zur "Wunschversetzung" beigetragen hat - umso besser!

@ Borcas: Die zusätzlichen zwei Stunden (die es anscheinend immer noch gibt, wenn ich Winterwinde richtig interpretiere) müssen all diejenigen machen, die vorher noch kein Fachabitur gemacht haben.

@ Winterwinde: Meiner Meinung nach hängt viel von deiner persönlichen Situation ab. Wenn du Familie hast ist die Zeit, die du für die Ausbildung aufbringen kannst, sicher sehr viel geringer als ohne. Lernst du Theorie leicht bzw. tust du dich leicht mit schriftlichen Prüfungen, bedeutet das auch eine große Lernersparnis, die du dann anderweitig einsetzen könntest.

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 28.02.2012 21:34

@Marina: Habe kein Fachabi und musste damals keine zwei zusätzlichen Stunden machen. Ehrlich nicht.
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Bernhard » 28.02.2012 21:57

Oh je Caaarsten, nicht so laut. Jetzt musst du bestimmt noch nachsitzen. :lach:
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von Borcas » 28.02.2012 22:01

*gröl*
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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von strojumi » 01.03.2012 10:21

Ich verstehe gar nicht, weshalb keiner nach Niederbayern will :D
Hier gibt es meines Wissens noch die unproblematischsten Schüler von ganz Bayern - zumindest auf dem Land. Und das kann einem für sehr, sehr lange Zeit die Freude am Unterricht erhalten.
Ich bin mittlerweile seit 1977 im Dienst und gehe nach wie vor gerne in die Schule. Das ist bestimmt nicht bei allen Lehrern der Fall.
Also Leuts - gebt euch einen Ruck und bewerbt euch in den Bayrischen Wald. Da könnt ihr dann im Winter direkt vom Klassenzimmer weg zum Rodeln gehen....und außerdem können wir hier dringend Fachlehrerfrischfleisch brauchen!!! :help:
Christina

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Re: Was passiert nach der Ausbildung?

Beitrag von rauhalahti » 01.03.2012 11:56

Mal ganz abgesehen davon, dass man dort vom Fachlehrergehalt auch noch vernünftig leben kann. Da wirds in manchen Gegenden von Obb schon ganz schön eng.

Zur fachgebundenen Hochschulreife noch was: Es ist kein Fachabi, es ist eine fachgebundene Hochschulreife, die man erwirbt. Die gibt dir Zugang zu Universitäten. Die Fachhochschulreife nur zu Fachhochschulen.

Unabhängig davon hat jeder Fachlehrer nach der Ausbildung an einem Staatsinstitut und drei (evtl. auch nur einem) Jahr die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Das bedeutet, dass die Hochschule (Universität) die Studieneignung überprüft - teilweise durch Zugangsprüfung, in der Regel durch ein Probesemester.

Davon abgesehen könnte es sein, dass in Zukunft für Fachlehrer mit Staatsexamen eine Möglichkeit geschaffen wird, durch Zusatz-Ausbildung (Studium etc.) in höhere Laufbahnen zu gelangen. Das neue Dienstrecht verlangt die Schaffung solcher Möglichkeiten ausdrücklich für alle Beamten. Das wird nicht von heute auf morgen passieren, aber es wird wohl kommen. Laut Herrn Püls von der Realschulabteilung im KM wird das zuerst im Verwaltungsbereich umgesetzt, und danach irgendwann für Fachlehrer. Allein deshalb würde ich JEDE Qualifikation, die ich machen kann, auch erwerben.

Und nun zu Carstens Schulschwänzerambitionen: Es sind keine Zusatzstunden, es ist das normale Stundenmaß. Die Studienordnung ist auf Studierende mit Mittlerer Reife zugeschnitten. Wer bereits eine höhere Qualifikation mitbringt, kann sich im PA vom allgemeinbildenden Teil (Deutschunterricht) befreien lassen. So ist mein Wissensstand, lass mich gerne korrigieren.

Der Mehraufwand hat sich für mich in engen Grenzen gehalten. Die meisten hatten Schwierigkeiten mit Englisch. Wer da mit brauchbaren Fähigkeiten antritt hat eigentlich keine Schwierigkeiten.

Das anschließende berufsbegleitende Studium an der Uni hilft mir heute nicht nur in meiner täglichen Arbeit, es hilft mir auch, meine Stellung als Fachlehrer ganz sicher nicht unterhalb der anderen Lehrämter einzuordnen. Besoldung hin oder her, die Fachlehrerausbildung ist mehr als gleichwertig, sie ist fundierter.

vg
Dieter

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